Webflow V.S. Wordpress

December 29, 2022
Marc Heine Webdesign Profil Foto

Wenn es darum geht, eine zeitgemäße, sichere und optisch ansprechende Webseite zu erstellen, kommt häufig die Frage auf, welches System sich dafür am besten eignet. Ich habe für dich die beiden  Content Management Systeme (CMS) miteinander verglichen.

Allgemein:

Sowohl WordPress als auch Webflow sind beides Content Management Systeme, kurz CMS genannt. Ein CMS ist eine Software zur gemeinschaftlichen Erstellung, Bearbeitung, Organisation und Darstellung digitaler Inhalte zumeist zur Verwendung in Webseiten aber auch anderen Medienformen.

WordPress ist hier Platzhirsch. Bereits über 37% aller Websites werden auf der Basis von WordPress erstellt. Wenn du dich aber nach ernstzunehmenden Alternativen umsiehst, wirst du schnell auf den Namen Webflow stoßen.

Webflow und WordPress unterscheiden sich in folgenden Punkten:

1. Webflow ist ein geschlossenes System und verfügt daher über eine ausgesprochen gute und saubere Code Qualität, alle Funktionen werden von Webflow selbst entwickelt, was zu einem reibungslosen Zusammenspiel führt. Die WordPress Code Qualität kann durch den Bedarf an „Fremd- Plugins“ unübersichtlich werden.

2. Mit Webflow können im Browserfenster kinderleicht textliche Änderungen und Bilder per Drag & Drop ausgetauscht werden. Wohingegen WordPress über ein komplexeres Dashboard verfügt mit diversen Plugins, Beitrags- und Seiteneditoren.

3. Webflow kann im ersten Moment teurer erscheinen, da WordPress ein Open Source System und somit kostenlos ist. Allerdings musst du dir bei Webflow um die Sicherheit und die Pflege in Form von Plugin-ins etc. keine Gedanken machen. Bei Wordpress musst du für das Hosting aufkommen, einen Page Builder, Sicherheits Plugins und die Pflege bzw. Wartung von Backups und Plug-ins. Dadurch kann die Erstellung mit Wordpress doch schnell ins Geld gehen.

4. Deine WordPressseite kannst du Hosten wo du möchtest. Bei Webflow muss deine Internetseite auch bei Webflow gehostet sein. Webflow hostet bei AWS (Amazon Web Services). Einer der sichersten und schnellsten Servern weltweit.

Über Webflow

Das Webflow CMS ist ein Cloud-basierter Website-Builder, der im Gegensatz zu anderen Webseiten Baukästen sehr leistungsstark und im hohen Maße anpassbar ist. Das Design wird erstellt ohne selbstständig programmieren zu müssen. Dennoch handelt es sich hier um ein Profi Tool, welches eine lange Einarbeitungszeit benötigt. Profi Webdesigner greifen sehr gerne auf Webflow zurück, da sich so gut wie jede Seite umsetzen lässt, der Code exportiert werden und selbstgeschriebener Code integriert werden kann.

Die Hauptmerkmale:

1. Drag-and-Drop Page Builder

2. Schnelle Hosting Server

3. Responsive Design

4. SSL und ISO 27018

5. Arbeiten mit CSS-Klassen

6. kostenlose Subdomain

7. einfaches Live schalten der Website

8. Arbeiten mit Flexbox

9. Code kann exportiert werden

10. Code kann hinzugefgügt werden

11. Zapier-integrationen

12. Sicheres geschlossenes System

13. Updates werden automatisch vorgenommen

14. SEO freundlich

Vorteile von Webflow:

Webflow Seiten sind durch die gute Code Qualität schnell und haben kurze Ladezeiten. Mit Webflow können fast alle Webseiten individuell gestaltet, animiert und umgesetzt werden. Die mit Webflow erstellten Seiten sind SEO (Search Engine Optimization) freundlich und sorgen für gute Suchergebnisse bei google. Das SSL-Zertifikat ist inklusive. Für den Kunden sind Änderungen direkt im Browser einfach und komfortabel umsetzbar. Webflow erstellt eigenmächtig Backups und erstellt Updates ohne Sorge zu haben, dass deine Seite anschließend „zerschossen“ ist.

Nachteile von Webflow:

Webflow ist ein geschlossenes System. Um den vollen Funktionsumfang zu genießen muss deine Website bei Webflow gehostet werden, Für den ein oder anderen Kunden ist dies ein Nachteil, da eine gewisse Plattform-Abhängigkeit entsteht und bei einer bereits bestehenden Webseite ein Umzug vollzogen werden muss.

Über WordPress:

WordPress ist nach wie vor die beliebteste Art Webseiten zu erstellen. Ein großer Teil aller Webseiten weltweit basiert auf dem WordPress CMS. Tausende von kostenfreien Plugins und Themes tragen zur Beliebtheit des Systems bei.

Die Hauptmerkmale:

1. Suchmaschinenfreundlich (SEO)

2. Tausende von frei zugänglichen Plugins

3. riesige Community

4. Hohe Flexibilität

5. Mobile App zur Bearbeitung von Unterwegs

6. Einfache Medienverwaltung

7. Freie Wahl des Hosters

8. Bearbeitung mit Theme Buildern möglich z.B. Elementor

9. Code kann bearbeitet werden

10. Tausende Entwickler bringen ständig neue Plugins heraus

11. Shop-Integration durch Woocommerce nachträglich möglich

12. Regelmäßige WordPress Updates

13. Benutzerrollen können einfach verwaltet werden.

Die Vorteile von WordPress:

WordPress ist ein Open Source System und somit kostenfrei. Mit einem Klick kann die WordPressanwendung installiert werden und schon kann es losgehen. Durch die Möglichkeit mit vorgefertigten Themes zu arbeiten, (teilweise kostenlos, teilweise zum Kauf) sind Änderungen an Form, Schrift und Farbe einfach umzusetzen. WordPress ist um Theme Builder erweiterbar, so dass hier individuelle Designs per Drag and Drop erstellt werden können. WordPress ist das CMS mit den meisten Anwendungen weltweit, daher werden ständig Plugins und neue Funktionen von Entwicklern extra für WordPress entwickelt. Durch diese große Community wächst der Funktionsumfang von WordPress ständig weiter. DU kannst WordPress beim Hoster deiner Wahl hosten und hast die Wahl zwischen sehr günstigen Hosting Paketen oder teureren.

Die Nachteile von WordPress:

Du musst dich um Updates bei WordPress selbst kümmern oder du lässt die Webseite von deinem Designer oder Entwickler pflegen (Wartungsvertrag). Bei Updates besteht die Gefahr, dass nicht alle Plugins mit der neuen Version zusammenarbeiten und deine Seite Schaden nimmt. Damit du deine Seite wiederherstellen kannst ist es wichtig, regelmäßig Backups zu erstellen. In der Vergangenheit gab es bei WordPress immer wieder Sicherheitslücken, die aber durch neue Updates meist schnell wieder behoben wurden. Durch verschiedene Plugins von Fremdentwicklern leidet die Code Qualität und es kann zu längeren Ladezeiten führen.  

Deine Entscheidung?

Ich hoffe, dass ich dich bei deiner Entscheidung durch den Blogartikel unterstützen konnte. Letztendlich musst du selbst entscheiden, welche Ansprüche du an deine Webseite stellst und wieviel Geld du dafür ausgeben möchtest. Eine Webseite ist eine Investition, die sich in jedem Fall lohnt, wenn die Website gut gemacht ist und dich professionell darstellt.

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